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Sonntagskuchen à la France

Es ist Sonntag, die Sonne lacht, also geht’s ab in die Küche, um einen kleinen, aber feinen Sonntagskuchen zu backen. Heute:

Clafoutis aux cerises mit feinem Kirschsößchen

 

Damit der Sonntag auch noch ein bisschen lehrreich wird, hier eine kleine Erklärung, was eigentlich ein Clafoutis ist.

Ein Clafoutis [klafuti] ist eine französische Nachspeise, die eine Art “Mittelding” zwischen Auflauf und Kuchen darstellt. Es besteht aus Obst und einem flüssigen, gesüßten Eierteig, der einem Pfannkuchenteig ähnelt. In der Regel wird es in einer Auflauf- oder Quicheform gebacken.

Quelle: Tante Wikipedia

Beginnen wir also mit den Zutaten für eine normale Springform.

Die Zutaten Zutaten:

  • 150 g Mehl
  • 135 g Zucker
  • 6 Eier
  • 375 ml Milch
  • 1 großes Glas Schattenmorellen (entsteinte, eigelegte Kirschen)
  • 1 Prise Salz

Folgt nun die Zubereitung:

Zunächst vermengt Ihr die Eier mit dem Zucker und dem Salz mithilfe eines Schneebesens. Achtet darauf, dass sich alles schön vermengt. Gebt dann das Mehl dazu und rührt kräftig alles ineinander. Sollte der Teig schon zu fest werden, gebt einfach einen kleinen Schuss Milch hinein und rührt so lange, bis sich alle Zutaten schön vermischt haben und keine Klümpchen vom Mehl mehr übrig sind.

Dann fügt Ihr die abgetropften Kirschen und die Milch hinzu und vermischt das nochmal kräftig miteinander.

Ist das alles geschehen, nehmt Ihr Euch Eure Springform zur Hand und fettet diese gut ein. Wichtig ist bei Eurer Springform auch, dass diese einen sog. Auslaufschutz hat. Das erkennt Ihr daran, dass sie einen ähnlichen Rand hat, wie meine. Warum das wichtig ist? Hat sie diesen Schutz nicht, läuft Euch die ganze Suppe in Euren Ofen und Ihr habt eine riesengroße Sauerei und viel Arbeit, das alles wieder sauber zu machen :o)

Nun gebt Ihr also Euren Kuchenteig in die Springform und schiebt diese auf der mittleren Schiene bei 200°C (Ober-/Unterhitze) für 35 min. in den Ofen.

 

Kommen wir nun zum

Kirschsößchen:

Nehmt hierfür den aufgefangenen Saft der Schattenmorellen und gebt diesen in einen Topf. Wer mag, kann – wie ich – etwas Zimt und Vanillinzucker hinzufügen. Wer den Zimtgeschmack nicht mag, lässt ihn einfach weg. Jetzt heißt es Geduld! Denn, damit aus unserem Kirschsaft ein Sößchen wird, muss es laaaaaange kochen: zu deutsch “einreduzieren”. Das dauert in etwa so lange, wie auch der Clafoutis braucht, um fertig zu sein :)

Euer Kirschsößchen ist fertig, wenn es an einem Löffel eine schöne rote Schicht hinterlässt und etwas zähflüssig ist. Der Weg dahin beinhaltet rühren und kochen lassen, rühren und kochen lassen … Vorsicht! Wenn Ihr die Herdplatte auf zu hohe Hitze stellt, kann es sein, dass der Kirschsaft überkocht. Also immer schön dabei bleiben, rühren und langsam aber sicher einreduzieren lassen.

Ist der Saft einreduziert, ist auch in den meisten Fällen der Clafoutis fertig. Bevor Ihr ihn aus dem Ofen nehmt, lasst ihn noch so 5 Minuten darin ruhen, damit er nicht gleich zusammenfällt.

Natürlich möchte ich Euch jetzt nicht in der Traumvorstellung belassen, dass er so hoch bleiben wird. NEIN … er wird wieder in sich zusammenfallen, sodass er schlussendlich so aussieht:

Den fertigen Clafoutis aux cerises könnt Ihr nun noch mit Puderzucker bestäuben und dann mit Eurem fertigen Kirschsößchen servieren. Am Besten schmeckt er, wenn er noch warm ist. Er kann aber auch kalt gegessen werden.

Ich wünsche Euch guten Appetit und viel Spaß beim Nachbacken ;o)

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